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Hund & Recht
Gutachten

 

STELLUNGNAHME ZUM HundeG NIEDERSACHSEN

Dr. Dorit U. Feddersen-Petersen

 


In ihrem Schreiben an den Präsidenten des Niedersächsischen Landtags schreibt die Wissenschaftlerin völlig unmissverständlich:


AUSZUG:
Zudem besteht bei vorliegender Listung wieder das Dilemma, dass Rassen und gewiss auch nicht "Typen" eindeutig phänotypisch und gar nicht molekular-genetisch abzugrenzen sind. Das gilt verstärkt für die aufgeführten Kreuzungen.
In den letzten Jahren habe ich ein Bildarchiv von Kreuzungen, deren Entstehung verbürgt ist, aufgebaut. Bei Vorträgen und Seminaren wurde stets erfolglos versucht, diese Kreuzungen zuzuordnen. Tiere, die "Pit und Bull"-Merkmale zu haben scheinen, müssen mitnichten von "Pit und Bull-Rassen" abstammen: ihre Eltern können Dackel und Leonberger heißen! [...]
So gibt es jetzt an Stelle einer Verordnung ein Gesetz, welches völlig sinnlose (da unmöglich durchzuführende) Anordnungen enthält, Verwirrung und Belastung von Hundehaltern wie Behörden sind programmiert....


 

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GEFÄHRLICHE HUNDERASSEN

Dr. Jutta Redlich

 

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Die Fakten der Biologie - und die Gesetzgebung(en); die mittlerweile leider verstorbene Wissenschaftlerin der Universität Kiel zeigt viele interessante Details auf, die man wissen sollte ...


AUSZUG:
Nach heutigem Erkenntnisstand sind Verordnungen, die pauschal Rassen verurteilen, verhaltensbiologisch unbegründet. Selbst die Gefahrenvermutung, dass erhöhte Aggressivität rassebedingt sein kann, welche dem Urteil zur bayerischen Verordnung zugrunde liegt, lässt sich so nicht aufrechterhalten. [...] Die in den Landesverordnungen zur Gefahrenabwehr vorgesehenen Maßnahmen sind kontraindiziert. Ein verordneter Leinen- und Maulkorbzwang wäre im Falle von sozial unsicheren Hunden nicht nur tierschutzrelevant, sondern würde letztlich die Symptomatik verschlimmern und die ansonsten durchaus mögliche Eingliederung in einen Sozialverband zumindest erschweren, wenn nicht gar verhindern.


 
 


 

"KAMPFHUNDE"? GEFÄHRLICHE HUNDE?

Dr. Helga Eichelberg

 


In ihrem Gutachten erklärt die Zoologin u.a. was genau eine "Rasse" ist - und warum Rassenmerkmale nicht bei allen Hunden gleich sein können:


AUSZUG:
So stellen z.B. Pitbulls und Bandogs keine Rasse im zoologischen Sinne dar. Es sind Bastardierungen, deren erklärtes Zuchtziel in der Tat übersteigerte Aggression war, was sie für die "Pit" geeignet machte. Heutige Pitbulls sind bei vernünftiger Aufzucht keineswegs als Killermaschinen anzusprechen.


   

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GEFÄHRLICHE HUNDE

Dr. Dorit Feddersen-Petersen

 

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Auch wenn die Politiker es nicht hören wollen:


AUSZUG:
Es gibt keine "gefährlichen Hunderassen", es gibt gefährliche Hundeindividuen. Der Begriff "gefährlicher Hund" ist unabhängig von der Rassezugehörigkeit zu benennen, vielmehr rasseneutral für Individuen über bestimmte Merkmale zu bestimmen (der Situation nicht angemessenes Aggressionsverhalten, Angriffe und ungehemmtes Beissen (ohne Beisshemmung) von Sozialpartnern (Artgenosse, Mensch und anderen Tierarten).


 
 


 

RECHTSGUTACHTEN ZUR FRAGE DER RASSELISTEN

Prof. Dr. Wolfram Hamann

 


Bereits 1997 wurde die Unsinnigkeit von Rasselisten, nicht nur von Ethologen und Kynologen, sondern auch von Rechtswissenschaftlern, eindeutig festgestellt:


AUSZUG:
Der gebotene Rückgriff auf die einschlägiggen außerjuristischen Erkenntnisquellen zeigt klar, dass keine der in der Fragestellung erwähnten Hunderassen (bzw. -gruppen) a priori aufgrund rassespezifischer Merkmale gesteigert aggressiv oder gefährlich ist. Es bleibt also allenfalls ein -nicht justitiables- "schlechtes Image"....


   

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