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Gerettet um zu helfen:
Gunner & Forrest

Therapitbulls im Einsatz

 

 

 



Gunner & Forrest
in ihrem Zuhause mit Kumpel Chico und Laurie&Ted

 

 

 

 

 

Forrest

 

Sein Name stammt aus der Szene lauf Forrest, lauf  (Forrest Gump).

Der rechte Vorderlauf von Forrest musste nach einem Verkehrsunfall amputiert werden, den als ausgesetzter Welpe erlitt.

Beruf: Therapitbull-Mix

 

 

Gunner

 

Gunner's rechter Vorderlauf musste amputiert werden, nachdem man ihm in die Brust geschossen und liegengelassen hatte.

Seinen Namen hat er von dem Pistolenhelden (englisch: gunner), der die Waffe auf ihn richtete.

Beruf: Therapitbull

 

 

Gunner und Forrest bei der Arbeit

 

Heute arbeiten beide Hunde als vierpfotige Therapeuten in einem Kinderkrankenhaus in Lexington, Kentucky. Mit kleinen Kunststückchen bringen sie die kranken Kinder zum Lachen, versüssen ihnen ihre schwere Zeit und lassen sie ihre Schmerzen vergessen.

 

The Lexington Herald Leader
15 Februar 2003

 

FELL-THERAPEUTHEN - FUSS! LAUF!

Nach der eigenen Genesung helfen Hunde Kindern im Krankenhaus

von Art Lander jr.,

 

 

 

 

©Lexington Herald Leader (2003)
Übersetzung: Mir san Hund e.V. (2004)
Fotos: privat

Es sind Hunde mit amputierten Gliedmaßen die Freude ins Leben von schwerkranken und behinderten Kindern bringen.
Zweimal im Monat sind Forrest, ein Boxer-Mischling, und Gunner, ein Pitbull, unter einer Gruppe von Hunden, die Patienten im Shriners Kinderkrankenhaus besuchen. "Die Kinder fühlen sich mit den Hunden verbunden. Sie verknüpfen das Schicksal der Hunde mit dem was sie selbst durchgemacht haben,", sagt Clint Bevins, Tierarzt aus Frankfort. Er rettete beide Hund vor der Todesspritze durch die Amputation eines ihrer Beine.

Auch die Eltern der Kinder im Krankenhaus erkennen den therapeutischen Wert der Hunde. "Es ist die Macht von Berührung und Zuneigung, von bedingungsloser Liebe", sagt Jamie Rushing aus Lexington, deren Sohn zur Operation im Krankenhaus liegt. "Es ist großartig, die Hunde hier zu haben."

Tierarzthelferin Melanie Aitken steht im Mittelpunkt der Geschichte, die sich um einen Tierarzt dreht, der Menschen unterstützt und mit ihnen mitleidet, wenn sie ihre Zeit und ihr Geld dafür geben, verletzte und missbrauchte Tiere zu retten und wieder zurück ins Leben zu führen. Hundetrainer von "K9 Paws Abilities Unleashed" [Hunde mit leinenlosen Pfotenqualitäten] in Frankfort bildeten die Hunde zu Therapeuten aus, schickten sie raus in ein neues Leben im Dienste der Allgemeinheit und der hilfreichen Macht eines freundlichen Leckens und Schwanzwedelns. "Ich wusste, ich muss ein Zuhause für Forrest finden,", sagte Aitken. "Er war von seinen Besitzern ausgesetzt worden. Er war noch ein Welpe und er tat mir so leid."

Forrest war von einem Auto angefahren worden. Bevins erzählt, dass die Eingebung für seinen neuen Namen aus der Szene im Film Forrest Gump stammt, wenn es für den Titelhelden heisst, "Lauf, Forrest, lauf!"

Gunner wurde sterbend zurückgelassen nachdem man ihm in die Brust schoss; die Kugel durchschlug einen Knochen in seinem Vorderlauf. "Er hatte eine üble Operation, verlor sehr viel Blut, geriet in einen Schockzustand, " erzählt Bevins.
Aitkin pflegte Gunner bis er wieder gesund war, schlief zwei Nächte auf einem Feldbett in Bevins Praxis. "Man durfte ihn nicht bewegen und er musste rund um die Uhr beobachtet werden."

Die Operation und alle Folgekosten wurden mit Geldern finanziert, die Holly's Place aus Lawrenceburg aufgebracht hat, die, wie Aitken sagt "Hunde von der Schippe retten, Hunde die als unvermittelbar gelten."
Aitken fand für jeden Hund ein Zuhause bei einer Familie, und Hundetrainerin Liz Norris bildete sie aus. "Sechs Wochen intensiven Unterrichts zu Unterordnung und Änderung des Verhaltens," erzählt Norris. "Sie lernen gutes Benehmen und nicht in Panik zu geraten, wenn sie inmitten fremder Gerüche sind, lauten Geräuschen, Joggern oder Rollstühlen. Und das Ignorieren von Futter, damit sie nichts Essbares stibitzen."

Norris brachte den Hunden auch kleine Tricks bei. "Sie können sich verbeugen, oder so tun, als würden sie beten," erzählt sie.
"Beide sind ausgesprochen süsse Hunde. Wenn Forrest diese Kinder sieht, wedelt er mit dem ganzen Körper," erzählt Aitken. "Gunner ist ein kluger Dickkopf, versucht jeden übers Gesicht zu lecken."

"Ich mag den Pitbull," sagte Larry Stewart, ein 19jähriger Patient aus dem Bezirk von Ohio. "Ich hab selbst einen Pitbull-Boxer-Mischling. Mein Hund tut keiner Fliege was zuleide."
"Pitbulls sind eine der intelligentesten Rassen," sagt Norris. "Es ist genau das richtige Temperament, für das was Sie hier sehen."

Die Hunde sind unangeleint und dürfen sich im Aufenthaltsraum der Klinik frei bewegen. Sie klettern auf die Betten der Kinder und sitzen neben ihren Rollstühlen.
"Es hat sich gezeigt, dass das Streicheln der Hunde und das Spielen mit ihnen, den Blutdruck von Menschen absenken kann," sagt Tommie Whitaker, ein Beschäftigungstherapeut des Shriners Krankenhauses an der Richmond Road.
"Die Kinder freuen sich darauf, Zeit mit den Hunden verbringen zu dürfen. "Sie fragen, 'Wann kommen sie?' und wenn der Besuch zum Bespiel wegen Unwetters abgesagt werden muss, dann weinen sie. Allein nur die Hunde hier zu haben führt dazu, dass es ihnen besser geht."

Der 19jährige Josh Emerson aus Lexington sagt, er genießt die Zeit mit den Hunden. Einer seiner Lieblinge ist Shelby, ein American Eskimo-Mischling, den Aitken mitbringt wenn sie in die Klinik kommt. "Zu hause hab ich einen weissen Bichon," sagt Emerson.
Es ist eine gemeinsame Zeit der Ruhe für alle, weit weg von Schule, Physiotherapie und Arztterminen. Wie ein Stück zuhause, mit den Hunden in Verstecken herumtollend.
"Ich liebe Hunde," sagt die 19jährige Sabrina Helton aus Prestonsburg, die in der Klinik operiert wurde. "Es geht mir gut, wenn sie da sind."

 

 

 

Herzlichen Dank an Mel & Victoria von Holly's Place , deren Material wir hier freundlicherweise benutzen dürfen. Besondere Grüße auch an Laurie, Todd & Chico, der Familie von Gunner & Forrest.

Mögen diese beiden Fell-Therapeuten nicht nur den Schmerz leidender Kinder heilen, sondern auch die Vorurteile gegen Hunde, die vielleicht im falschen Fell geboren wurden, ansonsten aber über denselben guten Geist und die Liebe verfügen, wie jeder anderer "bester Freund des Menschen".

 

 

 

 

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